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13 bewährte Methoden um Mitarbeiter zu rekrutieren und zu motivieren

Oktober 29, 2020 |
Kathi Gerth

Wir haben mit Magdalena Łuszcz gesprochen. Sie leitet mehrere Kitas in Krakau und Warschau und ist ausserdem Methodencoach für frühkindliche Bildung und Führungskompetenzen. 

Hier sind ihre dreizehn bewährte Methoden, um neue Mitarbeiter zu rekrutieren und das Team zu motivieren.

Rekrutierung

1. Suche an den richtigen Stellen und beobachte den Arbeitsmarkt 

Gutes Personal zu finden kann schwierig sein, denn Erzieher und Erzieherinnen sind seit Längerem schon sehr gefragt. Stelle sicher, dass du auf den richtigen Portalen angemeldet bist und an den richtigen Stellen suchst. So sind natürlich die großen Jobbörsen wie Stepstone oder Indeed eine gute erste Anlaufstelle, aber auch speziell auf Erzieher oder Bildung ausgerichtete Seiten, wie z.B. www.erzieherin-ausbildung.de solltest du nicht ausser Acht lassen. Auch auf LinkedIn, Xing oder Facebook lasst sich gut ein erster Kontakt zu potenziellen neuen Mitarbeitern herstellen. 

Es ist auf jeden Fall empfehlenswert den Arbeitsmarkt zu beobachten und mit potenziellen Mitarbeitern in Kontakt zu bleiben, auch wenn diese vielleicht nicht sofort verfügbar sind. 

2. Höre deinem Team zu und nutze Vitamin B 

Sprich mit deinen Mitarbeitern! Die Chancen stehen gut, dass einer deiner Erzieher/innen mit jemandem studiert oder die Ausbildung abgeschlossen hat, der oder die sehr gut in deine Kita passen würde.

Es ist immer hilfreich ein Team aufzubauen, das gerne zusammenarbeitet. Wenn also ein Mitarbeiter eine Empfehlung für jemanden ausspricht, nutze die Gelegenheit und vereinbare ein erstes Gespräch um zu sehen, ob diese Person in dein Team passen könnte und die entsprechenden Qualifikationen mitbringt.  

3. Sei ein attraktiver Arbeitgeber mit den richtigen Arbeitsbedingungen 

Kümmere dich um dein Team und stelle sicher, dass die Arbeits-bedingungen und die Vergütung zufriedenstellend sind. Je mehr die Mitarbeiter sich mit der Kita identifizieren und hinter den Bildungs- und Erziehungsansätzen der Kita stehen, desto wohler fühlen sie sich bei der Arbeit und desto loyaler sind sie. Außerdem spricht sich gutes Feedback über eine Einrichtung in der Branche rum und bringt vielleicht weitere potenzielle Mitarbeiter mit sich.

4. Freiwilligenarbeit ist immer ein Plus 

Es ist immer toll, wenn jemand schon einmal Freiwilligenarbeit gemacht hat. Vielleicht war der Bewerber ein Camp-Tutor, Leiter einer Pfadfindergruppe oder hat im Ausland Freiwilligendienst geleistet. Dies zeugt von Engagement und Eigeninitiative.

5. Vergewissere dich, dass der Bewerber den Bildungsansatz der Kita versteht und sich damit identifizieren kann

Natürlich sollte der Bewerber bestimmte Qualifikationen mitbringen, aber es ist auch sehr wichtig, dass er oder sie sich mit dem Bildungsansatz der Kita identifizieren kann. Denn wenn dies nicht der Fall ist, kann es schnell zu Konflikten kommen.

6. Teste die Konfliktlösungsstrategien des Kandidaten 

Es kann sehr hilfreich und aufschlussreich sein, die Konfliktlösungs-strategien eines Bewerbers zu testen, indem man z.B. bestimmte Situationen demonstriert oder hinterfragt, wie der Bewerber in einer bestimmten Situation reagieren würde. Gleichzeitig kann man sehen, wie jemand mit einer stressigen Situation umgeht. 

Es sollte darauf geachtet werden, dass es Situationen sind, in denen es darum geht einen wirklichen Konflikt zu lösen, wie z.B. folgende Fragestellung: 'Wie würden sie reagieren, wenn sie bei der Übergabe des Kindes an die Eltern den Verdacht hätten, dass der Elternteil, der das Kind abholt, unter Alkoholeinfluss steht?'

7. Hebe das Verantwortungsbewusstsein in dem Job hervor

Wenn es um die Stelle eines Erziehers/einer Erzieherin geht, ist es wichtig auf die Verantwortung hinzuweisen, die diese mit sich bringt. Verantwortung in dem Sinne, dass man für das Leben und die Sicherheit der Kinder verantwortlich ist. Dies sollte eigentlich selbstverständlich sein, jedoch kann es nicht schaden dies noch einmal hervorzuheben, denn die Verantwortung für die Kinder sollte an erster Stelle stehen. 

8. Gib dem Kandidaten die Chance sich in der Praxis zu beweisen

Wenn möglich, versuche dem Kandidaten die Chance zu geben deine Kita, die Kinder und deinen Bildungsansatz aus nächster Nähe kennenzulernen. Sei es durch einen Schnuppertag oder einen Workshop. Es kann sehr oft hilfreich sein eine Person in Aktion zu erleben und zu schauen, wie er oder sie auf die Kinder zugeht, wie schnell jemand sich zurechtfindet, wie eigenständig jemand arbeitet und wie er oder sie in das Team passt. Dies ist natürlich nur ein erster Eindruck, aber kann bei der Entscheidung, ob man jemanden anstellt oder nicht entscheidend sein. 

Motivation

9. Gönne deinen Mitarbeitern ihren Urlaub

Es mag offensichtlich sein, aber es ist äusserst wichtig, dass Mitarbeiter sich eine Auszeit nehmen können, wenn sie es brauchen. Das heisst, wenn jemand nach Urlaub fragt, solltest du alles daran setzen, dies zu ermöglichen. Denn dies kann ein Signal sein, dass dein Mitarbeiter/deine Mitarbeiterin einfach mal Ruhe braucht. Und es ist deutlich besser, wenn er/sie nach Urlaub fragt, als krank zu sein. Es sollte jedem Mitarbeiter klar sein, dass Urlaub das Recht eines jeden Mitarbeiters ist und dass sie immer danach fragen können. 

10. Definiere den Aufgabenbereich

Ein weiterer wichtiger Punkt ist es den Aufgabenbereich eines jeden Mitarbeiters und deine Erwartungen klar zu definieren. Und vergiss nicht regelmäßige Feedbackgespräche zu führen und deine Mitarbeiter auch mal zu loben. So kannst du Ärger und Missverständnissen zuvorkommen!

11. Investiere in deine Mitarbeiter

Natürlich ist dies ganz klar auch davon abhängig wie viele finanzielle Mittel dir zur Verfügung stehen, aber in seine Mitarbeiter zu investieren, ist immer empfehlenswert. Denn es sollte dein Ziel sein, ein Team aufzubauen, das sich weiterentwickeln möchte, neue Ideen einbringt, sein Wissen erweitert und sich auch zwischenmenschlich weiterentwickelt. Dies kann durch Fortbildungen, externe oder interne Workshops oder Webinare passieren und muss nicht immer teuer sein. 

12. Habe immer ein offenes Ohr für deine Mitarbeiter und kommuniziere klar

Zeige deinen Mitarbeitern, dass sie immer zu dir kommen können. Natürlich kann der Alltag sehr stressig sein und die Arbeitswoche ist meist schneller vorbei als einem lieb ist, aber es ist wichtig, dass deine Mitarbeiter wissen, dass sie jederzeit zu dir kommen können, wenn sie etwas brauchen. Höre ihnen zu, kommuniziere klar, was möglich ist und was nicht und erkläre dein Handeln, so dass dein Team versteht, warum du gewisse Entscheidungen triffst. 

Kurz gesagt: Halte dein Team auf dem Laufenden, frage auch nach ihren Bedürfnissen und bilde ein Team aus, dass in engem Kontakt mit den Eltern steht.

13. Übernimm Verantwortung für dein Team und unterstütze es

Es ist enorm wichtig, dass dein Team weiß, dass du auch in schwierigen Situationen hinter ihnen stehst. Es kann natürlich passieren, dass ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin einen Fehler macht, aber jeder sollte sich sicher sein, dass sie damit zu dir kommen können. Denn es ist besser, wenn dein Mitarbeiter/deine Mitarbeitern das Gespräch sucht, bevor Eltern sich beschweren. 

Foto des Autors
Kathi Gerth
Content Manager
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